Edelstahl

Werkstoff Edelstahl

Unter Edelstahl versteht man einen besonders reinen, legierten oder unlegierten Stahl. Im Falle der von teknow angebotenen hochlegierten Edelstähle werden Legierungselemente wie Chrom, Nickel, Molybdän und Titan zugesetzt. Das sind die im Alltagsgebrauch als „Rostfrei“ bezeichneten Stähle. Die Korrosionsbeständigkeit wird besonders durch den Chromanteil bestimmt, der 13% überschreiten muss. Chrom reagiert mit Sauerstoff und bildet eine Passivschicht aus Chromoxid. Bei mechanischen Beschädigungen bildet sich diese Schicht wieder neu aus, der Stahl rostet in der Regel nicht. Je nach Legierung kann die Passivierungsschicht aber durch Flugrost, Salz oder Chlor und Säuren beschädigt werden.

Bezeichnung der Edelstähle

Hochlegierte Stähle werden mit einem X als führendem Buchstaben gekennzeichnet. Es folgt der Kohlenstoffgehalt x 100, danach die Symbole der Legierungselemente, angeordnet nach absteigendem Massenanteil.
Beispiele:
X5CrNi18-10 (V2A oder 1.4301) hat 0,05 % Kohlenstoff, 18 % Chrom (Cr) und 10 % Nickel (Ni)
X6CrNiMoTi17-12-2 (V4A oder 1.4571) hat 0,06 % Kohlenstoff, 17 % Chrom (Cr) und 12 % Nickel (Ni) und 2% Molybdän.

Häufig vorkommende Bezeichnungen für Edelstahl sind V2A und V4A. Die Bezeichnungen sind historisch und heute nicht mehr eindeutig. Das V steht für Versuch und das A für Austenit, ein Gefügebestandteil des Eisens mit einer bestimmten Struktur. Der von teknow angebotene CrNi-Stahl 1.4301 (X5CrNi18-10) ist ein V2A-Stahl, der CrNiMo-Stahl 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2) fällt unter die V4A-Stähle.

Edelstahlsorten

X5CrNi18-10 / 1.4301 ist die Standard-Qualität der Edelstähle, dieser Werkstoff ist in der Materialauswahl voreingestellt.
Verwendung: vielfältige Verwendungsmöglichkeiten: Architektur, Design, Schmuck und Kunst, Haushaltsgegenstände, auch im Kontakt mit Lebensmitteln, wissenschaftliche Instrumente, auch Ultrahochvakuum und Tiefsttemperaturanwendungen. Einsetzbar bis 600 °C.Beständig gegenüber fast allen Umwelteinflüssen und schwachen Säuren.
Achtung: Unbeständig gegenüber Chloridionen, daher nicht geeignet für Anwendungen in Salzwasser, Schwimmbädern oder ähnlichen Umgebungen.
Verarbeitung: elektrisch gut schweißbar, sehr gut polierfähig, sehr gut umformbar (Tiefziehen, Abkanten) Weniger gut zerspanbar, aufgrund der Neigung zur Kaltverfestigung und der Zähigkeit

X6CrNiMoTi17-12-2 / 1.4571 ist gegenüber 1.4301 beständiger gegenüber Korrosion
Verwendung: Wie V2A, aber durch die bessere Beständigkeit gegen Korrosion auch in Salzwasser und Schwimmbädern einsetzbar. Instrumentenbau, Vakuumtechnik
Verarbeitung: Nach allen Verfahren gut schweißbar, polierfähig, weniger gut zerspanbar

X10CrNi18-8 / 1.4310 wird als Material für das Fotochemische Ätzen eingesetzt.
Verwendung: Etwas weniger korrosionsbeständig als 1.4301 durch einen geringeren Nickelanteil, im allgemeinen gegenübern Lebensmitteln und Getränken gut beständig. Geeignet zur Federherstellung für Einsatztemperaturen bis über 200 °C.
Verarbeitung: sehr gut kalt umformbar (Tiefziehen, Abkanten), mit Kaltverfestigung und Magnetisierbarkeit durch die Umformung. Wenig gut zerspanbar.