Kegelfeder für Puffer

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Für die Korbpuffer im Maßstab 1:16 wird eine Kegelfeder (oder Pufferfeder, Evolutfedern) benötigt. Die Höhe ist 14,4 mm, Durchmesser unten außen 10 mm, oben innen 3,5 mm. Nach einigen gescheiterten Versuchen hat die folgende Methode funktioniert.

1: gelaserter Materialsatz mit drei verschiedenen Federblatt-Höhen: 7, 8 und 9 mm. Das letzte ist das modellmäßig richtige Maß, die anderen sind für Versuchszwecke, und als Rückfalloption, falls 9 mm nicht fertigbar gewesen wäre. Die Zeichnung heißt „Kegelfedern“ und kann kopiert werden. Das Material ist Edelstahl X10CrNi18-8, Stärke 0,5 mm, das wird oft für nichtrostende Federn verwendet.

2: Wickeldorn, siehe auch Skizze auf dem Papier. Der Dorn (rechts) kommt ins Futter der Drehbank. Der pilzförmige Teil des Federblatts wird in den Schlitz des Dorns geschoben, bis sich die Nocke in die 1mm-Bohrung einlegt. Der Gegendorn (links) kommt ins Bohrfutter. Er wird in der 2-mm Bohrung der Wickeldorns so lange vorgeschoben, bis er das Federblatt fixiert. Durch die beiden Nocken zieht sich das Blatt beim Wickeln nicht aus dem Dorn heraus. Das Federblatt wird dann in der Drehbank mit langsamer Geschwindigkeit aufgewickelt, wobei ich es mit einer Zange andrücke.

3: Dann folgten ein paar Versuche. Die Blätter lassen sich nur in ausgeglühten Zustand wickeln, sonst bricht der „Pilz“ einfach ab. Bei dem Versuch links war das Ende nicht richtig ausgeglüht, bei dem rechts ist mir die Steigung missglückt, daher will ich noch eine Führungsschiene bauen.

4: Es ist vorteilhaft, das Blatt an der Verriegelung bereits vorab um 90° zu biegen. Das habe ich im Schraubstock gemacht, vorher mit dem Winkel am Anlauf ausgerichtet.

5: Links: Ein einigermaßen gelungener Versuch. Mitte, so sieht sie von der Seite aus: oberer und unterer Abschluss sind gut waagerecht, die Steigung einigermaßen korrekt. Rechts, Ansicht von oben: Die sich wiederholende Beule an der linken Seite entsteht, wenn das Blatt beim Wickeln nach einer Umdrehung auf den Anfang trifft, da ist dann eine Stufe. Im Original läuft das Blatt daher zum Anlauf hin dünn aus – das folgt in den nächsten Versuchen. Auch ist der „Pilz“ innen noch nicht entfernt. Der würde bei der Zughakenabfederung nicht stören, bei den Puffern geht aber der Stößel dann nicht durch.

6: Das Federblatt wird jetzt beim Aufwickeln durch einen Winkel geführt. Ich halte mit der einen Hand die Zange, um das Blatt an den Dorn zu pressen, mit der anderen drücke ich das Blatt in die Ecke der Schiene. Die Feder hat dann genau die gewünschte Höhe. Das funktioniert recht gut.

7: Ich habe das Blatt im Anlauf dünner geschliffen, so dass die Beule nicht mehr so stark auftritt. Das geht mit der Hand an der Schleifmaschine nicht ganz gleichmäßig. Die Federhöhe ist mit der Schienenmethode recht gut reproduzierbar. Die Federn federn tatsächlich gut, im derzeitigen ausgeglühten Zustand.

8: Ohne „Pilz“. Der war schwer zu entfernen. Ich habe am Ende mit der Dekupiersäge das Blech angesägt und dann mit einer dünnen Zange ein paar Mal hin- und her gebogen, bis bis es abbrach. Man sieht noch eine leichte Beule in der Wicklung, die wird im eingebauten Zustand aber nicht auffallen.

Nachtrag:
Die Beule beim Wickeln bekommt man (fast) weg, wenn man einseitig am Schlitz des Wickeldorns etwas Material wegnimmt.